Integration – Realität oder Utopie?

6. Juli 2011 - 0 Kommentare

Diskussionsveranstaltung zum Thema Migration und Integration

„Integration – Realität oder Utopie?“ – zu einem Diskussionsabend mit diesem Titel hatte die Landkreis-CSU in die Zirndorfer Paul-Metz-Halle eingeladen. Der erste Integrationsbeauftragte der bayerischen Staatsregierung, Herr Martin Neumeyer MdL, stellte zu Beginn der Veranstaltung die verschiedenen Säulen und Maßnahmen der Staatsregierung zum Thema Integration dar. Das Wichtigste – so Neumeyer – ist, dass „Integration da stattfindet – wo die Menschen sind“. Daher muss es das Ziel sein, die gesamte Bevölkerung für das Ziel der Integration zu gewinnen. Auch die bayerische Staatsregierung versucht mit verschiedenen Programmen und Maßnahmen dafür zu sorgen, dass ausländische Kinder eine Lehrstelle erhalten und die Verzahnung von Deutschen und Ausländern in der Gesellschaft noch besser erfolgt. Dies funktioniert jedoch nur dann, wenn alle offen sind für Integration, die gegenseitigen Kulturen und Werte respektieren und eine gemeinsame Sprache sprechen.

Nach dem Impulsvortrag von Herrn Neumeyer folgte eine Diskussionsrunde, die von dem bekannten Radiomoderator Jens Urban geleitet wurde. An dieser nahmen neben Martin Neumeyer der Landrat Matthias Dießl, die Landtagsabgeordneten Petra Guttenberger, die Vorsitzende des Integrationsbeirates der Stadt Zirndorf Rossella Ruscica Pruy sowie die Vorsitzenden der Frauen-Union und Bürgermeisterkandidatin Adelheid Seifert teil.

Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass im Landkreis Fürth das Miteinander von Deutschen und Menschen mit ausländischem Hintergrund insgesamt sehr gut funktioniert. Diese Feststellung von Matthias Dießl konnte Frau Ruscica Pruy nur bestätigen, auch wenn es in einigen Bereichen sicherlich noch Verbesserungsmöglichkeiten gibt.

Wie gut Migration und Integration funktioniert, kann man an Adelheid Seifert sehen. Sie selbst stammt aus dem Banat/Rumänien und wuchs mit fünf Sprachen auf. „Ich bin ein Beispiel für eine gelungene Integration“, so Adelheid Seifert. Sie hat es geschafft, im beruflichen wie im ehrenamtlichen Bereich viel zu erreichen. Zum Abschluss der Diskussionsrunde appellierte Adelheid Seifert, auch in der Seniorenarbeit die Thematik „Menschen mit Migrationshintergrund“ noch aufzunehmen.

Nach dem Ende der Diskussionsrunde nutzten die zahlreichen Besucher der Veranstaltung die Möglichkeit, sowohl Fragen als auch Statements an Herrn Neumeyer und die Teilnehmer der Diskussionsrunde zu stellen.

Der Diskussionsabend hat sicherlich dazu beigetragen, die Bürgerinnen und Bürger zum Thema Migration und Integration weiter zu sensibilisieren. Integration kann nur durch das Aufeinanderzugehen und das Miteinander von Deutschen und Menschen mit Migrationshintergrund erfolgen. Man kann sich nur der Meinung von Adelheid Seifert anschließen, dass wir uns alle gegenseitig benötigen, um erfolgreich miteinander die Zukunft zu gestalten.
Frank Wiedenmann

Verfassen Sie einen Kommentar

Sie müssen Sich registrieren, um kommentieren zu können: Anmelden